First West News
Was ist die TDI?
Das Förderprogramm unterstützt österreichische Industriebetriebe dabei, ihre Produktionsprozesse klimaneutral auszurichten. Ziel ist die größtmögliche Reduktion von Treibhausgasemissionen in der industriellen Produktion und damit die Dekarbonisierung sowie Standortsicherung besonders CO₂-intensiver Industrie. Im Zuge eines großen Investitionsprogramms werden bis 2030 insgesamt knapp EUR 3 Mrd. zur Verfügung gestellt.
Neu ab 2026: zwei Einreichpfade in einer Ausschreibung
Für die Ausschreibung 2026 gibt es zwei Fördermöglichkeiten:
1. Investitionszuschuss (CAPEX):
Wenn im Projekt eine klar abgrenzbare Investition realisiert werden soll (z.B. neue Anlage, Aggregat, Umrüstung etc.), wird der Zuschuss als Förderung reiner Investitionskosten vergeben und idealerweise als Einmalzahlung ausbezahlt (Möglichkeit von Teilzahlungen sind auf Anfrage ebenfalls möglich). Hauptvoraussetzung sind neben der fristgerechten Umsetzung auch der Nachweis der zugesagten THG-Reduktion. WICHTIG: Der Umwelteffekt muss über einen Zeitraum von zumindest 10 Jahren nachweisbar sein.
2. Transformationszuschuss (OPEX + CAPEX):
Der Transformationszuschuss unterstützt Projekte, bei denen es im Zuge einer Umstellung abgesehen von Investitionskosten auch laufende Mehrkosten entstehen, z.B. etwa durch die Kostendifferenz zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern. Der Transformationszuschuss umfasst daher OPEX plus anteilige CAPEX und wird jährlich über maximal 10 Jahre ab dem ersten Betriebsjahr ausbezahlt. Dabei wird zur Ermittlung der Förderhöhe immer der niedrigste Betrag aus mehreren Ansatzpunkten ermittelt: CO₂-Einsparungen unter Berücksichtigung des ETS-Preises, dem tatsächlichen Energieverbrauch und den tatsächlich verursachten Mehrkosten gegenüber fossiler Energie.
HINWEIS: Beide Varianten werden in kompetitiven Ausschreibungsverfahren vergeben: Je höher die eingesparten THG-Emissionen pro Fördereuro, desto größer sind auch die Förderchancen.
Ablauf der aktuellen Ausschreibung:
- 08. Mai 2026: Start der Ausschreibung (Investitions- und Transformationszuschuss)
- 17. September 2026 (14:00 Uhr): Ende der Ausschreibung
- Dezember 2026: Förderentscheidungen
Unternehmen mit Förderinteresse sollten sich frühzeitig darüber klar werden, welcher Förderansatz zur eigenen Transformationsstrategie passt. Ein Investitionszuschuss bietet sich insbesondere dann an, wenn die Wirtschaftlichkeit maßgeblich von der Anfangsinvestition bestimmt wird und die laufenden Betriebskosten keine wesentliche Hürde darstellen. Ein Transformationszuschuss ist dann naheliegend, wenn die laufenden Mehrkosten (z.B. Energieträgerwechsel) die Wirtschaftlichkeit in den ersten Betriebsjahren deutlich belasten.
Unabhängig von der Wahl des Förderpfads gilt: In wettbewerblichen Auswahlverfahren wie diesem entscheidet eine belastbare Kombination aus THG-Wirkung, Kostenlogik und Projektumsetzungsreife über die Förderzusage. Daher ist eine frühzeitige, solide Vorbereitung der nötigen Unterlagen mit Ausschreibungsende von essenzieller Bedeutung.
Fördererfolge dank First West:
Unser Team konnte bei den vergangenen Jahren mehrere Projekte erfolgreich unterstützen. Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess und laden Sie zu einer Vorab-Analyse ein, ob ein geplantes Vorhaben auch den strengen Anforderungen entspricht.
Da die Ausschreibung in die Sommermonate fällt und Ressourcen hier oft eingeschränkt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Vorbereitung.
Nutzen Sie die Möglichkeit eines unverbindlichen Gesprächs und kontaktieren Sie unseren Experten:
Harald Dallinger, Tel. +43 660 66 69 592, harald.dallinger@firstwest.at