First West News

Die FFG startet ein neues Förderprogramm für Unternehmen mit ambitionierten, langfristigen F&E-Vorhaben am Standort Österreich. 

Das Programm richtet sich ausschließlich an einzelne Leading Companies und gliedert sich in zwei Phasen: Zunächst werden bis zu EUR 150.000 für die Entwicklung einer mehrjährigen F&E-Roadmap vergeben. Ab 2027 (definitiver Startzeitpunkt ist aktuell noch nicht bekannt) ist dann eine entsprechende Umsetzungsförderung vorgesehen, die derzeit mit einem indikativen Förderbudget von rund EUR 10 Mio. je Leading Company bemessen ist. Zu beachten gilt dabei: Es können nur Projekte in Phase 2 eingereicht werden, die bereits in Phase 1 gefördert wurden.

Für wen ist diese Förderung interessant?

Die Förderinitiative „Leading Companies“ adressiert direkt führende Unternehmen die:

  • langfristige technologische Herausforderungen mit Schlüsseltechnologie-Bezug aufgreifen,
  • eine längerfristige F&E-Strategie (3 bis 5 Jahren) verfolgen,
  • zusätzliche F&E-Ausgaben, Investitionen und Wertschöpfung in Österreich auslösen,
  • mehrere Partner entlang der Wertschöpfungs- bzw. Innovationskette benötigen und
  • die Führungsrolle innerhalb eines größeren Innovationsökosystems übernehmen können.

Wichtig ist dabei: Eine Förderung zielt nicht auf ein bereits abgegrenztes Einzelprojekt ab, sondern auf den Aufbau eines mehrjährigen F&E-Plans. Relevant ist die Initiative daher vor allem für forschungsintensive Industrieunternehmen mit internationaler Ausrichtung bzw. klarer Wachstumsperspektive. Eine Kooperation mit anderen Unternehmen und Institutionen ist nicht erforderlich.

Die Beantragungsphase – Phase 1: Bis zu EUR 150.000, – für die strategische F&E-Planung

Mit der Entwicklung der Roadmap werden neben Technologie- und Marktanalysen, die Strukturierung künftiger F&E-Projekte, die Identifikation relevanter Partnerschafen sowie der Aufbau des späteren Innovationsökosystems, beschrieben.

  • Gesamtbudget für Phase 1: EUR 2 Mio.
  • Förderung: bis zu EUR 150.000 (maximal 50% der förderfähigen Kosten)
  • Projektlaufzeit: 3 bis 6 Monate
  • Einreichfrist: 30.11.2026
  • Förderentscheidung: derzeit für Februar 2027 vorgesehen

Für eine Förderung müssen die Kosten direkt dem Projekt zugeordnet werden, d.h. konkret:

  • Kosten fallen während des Förderungszeitraums zusätzlich zum normalen Betriebsaufwand an
  • Sie entsprechen dem Fördervertrag
  • Sie können mit Kostenbelegen nachgewiesen werden

Wichtig: Der frühestmögliche Zeitpunkt für den Projektstart ist NACH Einreichung des Förderansuchens.

Fazit: Phase 1 dient der Sondierung und gut geplanten Vorbereitung. Gefördert wird hier noch NICHT die eigentliche technologische Entwicklung, sondern es soll geklärt werden, welche F&E-Projekte und Investitionen erforderlich sind, welche Partner eingebunden werden müssen, damit zukünftig ein tragfähiges Innovationsökosystem aufgebaut wird. Die Ergebnisse dieser Phase bilden anschließend die Grundlage für die deutlich umfangreichere weitere Förderphase (Phase 2).

Die Wachstumsphase – Phase 2: Umsetzung mit einer potenziellen Förderung von ungefähr EUR 10 Mio.

Ab 2027 (noch kein konkreter Startzeitpunkt bekannt) soll dann die Umsetzung der zuvor in Phase 1 genehmigten Roadmaps erfolgen. Nach derzeitigem Wissenstand können mehrjährige großvolumige F&E-Vorhaben eingereicht werden, die mit jeweils bis zu EUR 10 Mio. gefördert werden.

Die genauen Bedingungen sind hierfür noch nicht vollumfassend bekannt bzw. befinden sich noch im Planungsstadium. Auch die entsprechenden Förderhöhen, Quoten, Startzeitpunkt usw. können sich bis zur definitiven Veröffentlichung der Förderrichtlinien noch entsprechend (ver-)ändern.

Zusammenfassung: Fristen und Voraussetzungen

Wie bereits eingangs erwähnt, ist eine Einreichung in Phase 1 verpflichtend. Der aktuell zur verfügbare Zeitrahmen ist hierfür jedoch denkbar knapp: Einreichfrist ist am 30.11. 2026, 12:00 Uhr.

Neben einer entsprechenden technologischen Herausforderung (techn. Risiko), einer aussagekräftigen F&E-Strategie muss auch die Rolle des beantragenden Unternehmens als „Leading Company“ zufriedenstellend dargestellt werden.

Deshalb First West

Wie lassen sich die geplanten F&E-Vorhaben Ihres Unternehmens strategisch mit den richtigen Förderprogrammen verbinden?

Gemeinsam strukturieren wir die geplanten Vorhaben Ihres Unternehmens, entwickeln daraus eine individuelle F&E-Roadmap und leiten eine passgenaue Förderstrategie ab.

Wir freuen uns wie immer auf eine Kontaktaufnahme, um geplante Projektvorhaben unverbindlich zu besprechen:

Mitja Martin Miksche, Tel. +43 676 735 01 00, mitja.miksche@firstwest.at

Praktische Tipps zu Förderungen erhalten:

Jetzt zum Newsletter anmelden.