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Horizon Europe bleibt

Im nächsten EU-Budget der Jahre 2028 – 2034 ist wieder ein eigenständiges EU-Forschungsrahmenprogramm geplant. Insgesamt 175 Mrd. EUR sieht der Vorschlag für das nächste EU-Rahmenprogramm für Forschung, Entwicklung und Innovation vor. Gleichzeitig ist mit dem ECF (European Competitiveness Fund) ein Instrument geschaffen worden, dass Europas Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Resilienz und technologische Souveränität in den Vordergrund stellen wird. Hierfür sieht der Budget-Vorschlag der EU-Kommission rund 235 Mrd. EUR vor.

European Competitiveness Fund: Der Standort-Booster

Dabei stehen strategische Technologiefelder, industrielle Wertschöpfungsketten und Skalierungsvorhaben im Vordergrund, die sich wie folgt spezifizieren lassen:

  • Umstellung auf saubere Energie und Dekarbonisierung der Industrie
  • Gesundheit, Biotechnologie, Landwirtschaft und Bioökonomie
  • Digitale Führungsrolle
  • Resilienz und Sicherheit, Verteidigungsindustrie und Weltraum

Mit Hilfe von Seamless Investment Journey soll zukünftig ein reibungsloser Übergang von der Forschung hin zur Marktkommerzialisierung gewährleistet werden.

Seamless Investment Journey: von der Idee bis zur Skalierung

Als zentrales Leitprinzip der künftigen Programmperiode versteht man Seamless Investment Journey als eine durchgängige Förderung entlang des gesamten Innovationsprozesses. Projekte sollen nicht mehr isoliert betrachtet werden, sondern als eine kontinuierliche Entwicklung – von der Forschung und Konzeptentwicklung über Demonstration und Validierung bis hin zur Skalierung, industriellen Umsetzung und Markteinführung. Ziel ist es, durch das Zusammenspiel von Horizon Europe und dem European Competitiveness Fund eine lückenlose Finanzierung über alle Entwicklungsphasen hinweg zu ermöglichen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Fördervorhaben künftig verstärkt als strategisch aufeinander aufbauende Projektpipeline und nicht als einzelne, voneinander unabhängige Antragseinreichungen konzipiert werden sollten.

Was wird bei Horizon Europe in Zukunft neu?

Gegenüber der aktuellen Programmperiode soll es zukünftig mehrere Änderungen, Vereinfachungen und Erleichterungen geben, die für Unternehmen relevant sind:

  • Stärkerer Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Verwertung: Exzellenz bleibt wichtig, jedoch Projektideen werden voraussichtlich noch stärker daran gemessen, ob sie zur europäischen Technologiesouveränität, industriellen Transformation und Skalierung beitragen
  • Neue Förderquoten: Basierend auf den Vorschlägen, soll die bisherige Unterscheidung zwischen Research and Innovation Actions (RIA) und Innovation Actions (IA) entfallen. Künftig ist auch eine vereinheitlichte Förderlogik vorgesehen: gefördert wird in der Regel bis zu 100%; große, gewinnorientierte Unternehmen sollen mit bis zu 70% gefördert werden
  • Verfahrensbeschleunigung: Verkürzung der Time-to-Grant-Periode auf maximal 7 Monate ab der Einreichfrist. Weiters werden Zweistufenverfahren, Pauschalierungen und vereinfachte Kostenoptionen noch stärker an Bedeutung gewinnen

Insgesamt hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für den mehrjährigen Finanzrahmen von rund 2 Billionen EUR ins Spiel gebracht und die Verhandlungen dazu dauern noch an. Die neuen Pläne sind ambitioniert und zeigen, dass es Europa ernst meint und dass man sich mittels neuer Konzepte und Ansätze daran macht, auch weiterhin im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Wir halten Sie auf jeden Fall über die künftigen Entwicklungen auf dem Laufenden und freuen uns wie immer auf eine Kontaktaufnahme, um geplante Projektvorhaben unverbindlich zu besprechen:

Mitja Miksche, Tel. +43 676 735 01 00, mitja.miksche@firstwest.at

Bild: Xavier Häpe, CC BY 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons

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