Wolfgang Wasserburger

7 Fragen zum Thema Nachhaltigkeit an unseren Experten Dipl.-Ing. Wolfgang W. Wasserburger. 

Unser Nachhaltigkeitsspezialist verrät in diesem Interview, wie man mit den neuen Nachhaltigkeitszielen umgehen kann:

Frage 1: Was verbinden Sie/Du mit dem Thema Nachhaltigkeit?

Ich komme ursprünglich aus der Raumplanung; da hat man schon seit jeher versucht – vor allem mit Grund und Boden – sparsam und sinnvoll umzugehen. Der Begriff Nachhaltigkeit kam erst später auf, beschreibt die Vorgangsweise in diesem Bereich aber sehr gut.

Frage 2: Ist das in der Wirtschaft grundsätzlich anders?

Jein – natürlich wird in internationalen Großbetrieben – vor allem im Aktienbereich – vornehmlich auf den Profit geachtet. In traditionellen Betrieben und besonders in familiengeführten war es hingegen immer schon ein Anliegen auch in einigen Jahren noch sinnvoll arbeiten zu können und es ging nicht nur um die Quartalszahlen. Das ist schon ein erster Hinweis auf nachhaltiges Wirtschaften. Um besser dazustehen, greifen aber auch Großbetriebe seit etlichen Jahren zu Instrumenten der Nachhaltigkeit, beispielsweise ist Corporate Social Responsibility (CSR) ein solches Instrument.

Frage 3: Wieso verlangt man plötzlich von Betrieben sich solchen externen Zielen zu unterwerfen?

2015 hat die UNO 17 Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Zunehmende Bodenversiegelung, unkontrollierter Verbrauch von Rohstoffen, die stark zunehmende Weltbevölkerung sind beispielsweise Gründe, die vorausdenkende Wissenschaftler dazu bringen, eine „nachhaltigere“ Bewirtschaftung unseres Planeten anzumahnen. War in einem ersten Schritt war die öffentliche Hand angehalten diese Ziele umzusetzen, liegt es nun auch an den Betrieben, Schritte zu setzen.

Frage 4: Sind diese Nachhaltigkeitsziele ein Nachteil beim Einwerben von Förderungen?

Natürlich sieht es im ersten Durchgang so aus, als wären die Nachhaltigkeitsziele ein Nachteil beim Beantragen von Förderungen. Bei genauerem Hinsehen kann man erkennen, dass viele Projekte aller längst nachhaltige Ziele an sich haben – vielfach ist das eigentliche Ziel ja eine Verbesserung in ökonomischer oder ökologischer Hinsicht.

Wenn man die Einhaltung solcher Ziele als Chance sieht, lassen sich oft auch die Projektanträge als solches besser formulieren und umsetzen.

Frage 5: Wieviel Mehrarbeit ist die Formulierung der Nachhaltigkeit im Zuge eines Antrages?

Geht man von einem fertig geschriebenen Antrag aus und muss diesen im Nachhinein umschreiben, fließen sicher einige Arbeitsstunden in diese Arbeit. Berücksichtigt man diese Zusatzaufgabe von Anfang an, kann man das sicher mit geringem Mehraufwand meistern. Natürlich zählt auch die Erfahrung beim Verfassen von Anträgen und es empfiehlt sich an Profis zu wenden.

Frage 6: Verbessert die Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsziele die Chancen bei der Antragstellung?

Bereits seit Beginn des Jahres müssen Großunternehmen zur Erlangung von Förderungen die Nachhaltigkeitsziele erfüllen. Für Mittel- und Kleinunternehmen muss man diese vorerst angeben, aber diese fließen bei der FFG noch nicht in die Bewertung ein. Prinzipiell ist es jedoch sinnvoll, alle Anträge ab sofort daran auszurichten, denn auch in der allgemeinen Bewertung kann die Einhaltung helfen.

Frage 7: Können Sie uns bei der Erstellung der Nachhaltigkeitsziele helfen?

Prinzipiell kann jeder einen Antrag – mit und ohne Nachhaltigkeitszielen – schreiben. Mit etwas Routine kann man den Aufwand bedeutend vermindern und auch entsprechende Zusatzaufgaben rasch lösen. Unser Team hilft Ihnen gerne bei der Umsetzung und ist für Fragen jederzeit erreichbar:

Wolfgang Wasserburger, Tel. +43 690 102 97 928, wolfgang.wasserburger@firstwest.at