Forschungsprämie im Sondermaschinenbau

Auch wenn es sich um eine genau in einer bestimmten Form noch nie realisierte Sondermaschine handelt, müssen für die Einstufung als F&E alle Kriterien erfüllt sein, also:

  • die Neuheit,
  • die wissenschaftliche- und/oder technologische Unsicherheit und
  • Art der verrichteten Tätigkeiten.

Die Neuheit bezieht sich auf die Weiterentwicklung des allgemeinen Standes des Wissens bzw. der Technik. Wie kann hier praktisch die Neuheit dargestellt werden? Dazu wäre die folgende Frage zu beantworten:

Wurde der Stand des Wissens in der Branche erweitert oder nur vorhandenes Wissen neu kombiniert?

Wenn die Kombination im Zentrum stand, wären hiermit verbundenen technologischen / wissenschaftlichen Unsicherheiten klar zu beschreiben. Auch die Inhalte der Tätigkeiten müssen den F&E Charakter aufweisen und nicht als „bloße“ Engineering Tätigkeiten definiert werden.

Eine wichtige Rolle spielt der Begriff des Prototypens.

Nach der FP-Verordnung ist ein Prototyp „ein Modell, das alle technischen Eigenschaften und Ausführungen eines neuen Produkts aufweist“. Bei der Definition des Prototypens gilt es zu beachten, dass nicht jede neue Sondermaschine ein F&E-Prototyp bzw. zur Gänze ein Prototyp sein wird. Folgende Fragen wären jedenfalls zu stellen und in den Beschreibungen zu berücksichtigen:

  • Kann der entwickelte Bauteil/Prototyp unabhängig von der Gesamtanlage betrachtet werden?
  • Inwiefern besteht eine Wechselwirkung zwischen Anlagen und entwickeltem Bauteil?
  • Inwiefern bedingt ein Bauteil F&E-Aktivitäten beim Gesamtsystem?

Unser FP-Team setzt sich aus vielen Technikern zusammen und wir betreuen regelmäßig eine große Zahl von Maschinen- und Sondermaschinenbauern bei der Forschungsprämie.

Sollten Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, so kommen Sie jederzeit auf uns zu.

Jerzy F. Kucharko, +43 69917062820, jerzy.kucharko@firstwest.at
Florian Lang, +43 6606791311, florian.lang@firstwest.at
Ulrike Hellrung-Tanaka, +43 690 1029 7926, ulrike.hellrung-tanaka@firstwest.at